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Abmahnung Urheberrecht

Filesharing 15,00 € Schadensersatz pro Titel - Landgericht Hamburg entscheidet über Schadensersatzforderungen zweier Musikverlage
Mit Urteil vom  08.10.2010 (Az.: 308 O 710/09) hat das Landgericht Hamburg über die geltend gemachten Schadensersatzansprüche zweier Musikverlage entschieden.
In dem Verfahren ging es um das sogenannte Filesharing. Hierbei werden in sog. Internettauschbörsen urheberechtlich geschützte Musikwerke unberechtigt zum Download der Öffentlichkeit angeboten. Die Rechteinhaber, insbesondere die großen Musikverlage verfolgen solche Urheberrechtsverstöße schon seit längerem intensiv und wollen hiermit in erster Linie abschrecken und den Umsazteinbußen in der Musikindustrie durch Musikpiraterie entgegenwirken.
Die vorliegende Klage richtete sich gegen einen damals 16-jährigen Jugendlichen und seinen Vater als Anschlussinhaber. Interessant an diesem Urteil sind die Ausführungen des Gerichts bezüglich der Berechnung des Schadensersatzes pro unberechtigt angebotenen Titel. Das Gericht hielt in dem behandelten Fall einen Schadensersatz von 15,00 € pro Titel für angemessen. Das Gerich war der Auffassung, dass man bezüglich der Höhe des Schadensersatzes darauf abstellen müsse, was vernünftige Parteien bei dem Abschluss eines fiktiven Lizensvertrages als angemessene Lizensgebühr für die Nutzung der Musikaufnahme vereinbart hätten. Da es sich bei den Musikaufnahmen um ältere Werke (teilweise 18 Jahre alte Aufnahmen) gehandelt hat, schätzte das Gericht, dass unter Berücksichtigung des kurzen Zeitraums es allenfalls zu 100 Downloads gekommen sein könne. Das Gericht orientierte sich dabei an den GEMA-Tarif VR-OD 5 (Nutzung von Werken im Wege der music-on-Demand zum privaten Gebrauch).
Über die Höhe des Schadensersatzes bei aktuellen Musikwerken kann jedoch vorerst nur spekuliert werden. Es kommt daher wohl auch weiter auf den konkreten Einzelfall an. Ob sich nunmehr auch andere Gerichte an die Berechnung des Schadens in den sogenannten Filesharing-Fällen anschließen und sich diesbezüglich auch mal der BGH äußert, bleibt abzuwarten. Grundsätzlich dürfte das Urteil des LG Hamburg zumindest ein Schritt in die richtige Richtung sein , um gegen die teilweise utopischen Forderungen der Musikindustrie gegen zu steuern. Sollten auch Sie betroffen sein und eine Abmahnung erhalten haben, so raten wir Ihnen zwar dringend innerhalb der Ihnen gesetzten Frist zu reagieren, aber auf keinen Fall überstürtzt zu handeln und zu weitgehende Erklärungen abzugeben. Lassen sie vielmehr Ihren konkreten Einzelfall durch einen spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen. Vereinbaren Sie doch hierzu einfach mit uns einen Ihnen genehmen Besprechungstermin.

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